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Das moderne Shōtōkan-Karate wird aktuell als Kampfsport angesehen. Alles gefährliche wurde aus dieser Stilrichtung entfernt.
Die Änderungen in den 40er und 50er Jahren den 20. Jahrhunderts führten zur konsequenten Versportlichung vieler Karate-Stilrichtungen, vor allem aber des Shōtōkan. Shōtōkan gilt als kontaktloser Kampfsport. Das bedeutet, dass durch eine Angriffstechnik der Partner nicht berührt werden darf. Techniken werden vor dem Körperkontakt arretiert.
Das macht Shōtōkan für Einsteiger und Anfänger einfach, ohne Ängste und Befürchtungen eine Kampfsportart zu erlernen. Mit zunehmender Erfahrung kann sich die kontaktlose Ausführung der Techniken in Leichtkontakt, also eine Berührung wandeln. Im Training und bei Wettkämpfen finden dann Faust- und Fußschützer Verwendung.
Generell umfasst das Training eine ganzheitliche Körperertüchtigung. Es finden Übungen zum Muskelaufbau, aber auch zur Dehnung des gesamten Bewegungsapparates statt.
Diese Art des Kampfsports wird sogar durch die Krankenkassen unterstützt. Die Universität in Regensburg konnte nachweisen, dass sich Karate positiv auf das Wohlbefinden auswirkt und insbesondere auch bei Krankheiten wie Parkinson und Depressionen eine therapeutische Entwicklung entfaltet. Für ältere Menschen dient die Ausübung der Bewegungen und Elemente des Karate aufgrund ihrer motorischen und geistigen Beanspruchung der Gesundheits-Prophylaxe.
Die Abgrenzung zwischen Kampfsport und Kampfkunst findest bereits in der Namensgebung statt.Während Kampfsportler Karate machen, heißt es in der Kampfkunst karate-do. Do heißt wörtlich übersetzt „Weg”, „Straße”, „Pfad” und bedeutet im entsprechenden Kontext auch „Methode”, „Prinzip”, „der rechte Weg”, Lehre oder Schule - im Sinne einer Denkrichtung.
Dadurch bekommen die oben aufgeführten sportlichen Aspekte eine weniger bedeutende Rolle. Im Vordergrund steht die Philosophie, die Ausbildung des Charakters, Das Streben nach Friedfertigkeit und Perfektion der Ausführungen ebenso, wie der ursprüngliche Gedanke hinter den Techniken, die Verteidigung von Leib und Leben, sowie das von Angehörigen und Schutzsuchenden.